Projekt Schlossgarten

Der Eutiner Schlossgarten ist eines der bedeutendsten Gartendenkmäler in Schleswig-Holstein. Auf einer Fläche von 14 ha können die Besucher auf unterschiedlichen Wegen teilweise direkt am Großen Eutiner See spazieren gehen. Die Anfänge der Gartenanlage gehen auf das 14. Jahrhundert zurück. Im 18. Jahrhundert entstand hier dem Zeitgeist entsprechend ein prächtiger Barockgarten, der später zu einem Englischen Landschaftsgarten umgestaltet wurde. In dieser Form ist der denkmalgeschützte Herzogliche Garten bis heute fast unverändert erhalten geblieben und steht seit fast 200 Jahren auch der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Umgestaltung und Wiederherstellung im Rahmen der Landesgartenschau

Zur Landesgartenschau 2016 war der Schlossgarten Teil der Ausstellungsfläche und wurde zu diesem Anlass im Rahmen eines EU-Förderprojektes durch die Stiftung Schloss Eutin mit finanzieller Unterstützung der Stadt Eutin revitalisiert und saniert. Das Projekt betreute die auf Gartendenkmalpflege spezialisierte Architektin Kathrin Franz . Die alten Wege und historischen Brücken wurden dabei wieder in Stand gesetzt. Auch im Bereich der Wasserfälle fanden Sanierungsarbeiten statt. Das Umfeld des Großen Wasserfalls wurde umgestaltet. Das Betonwehr wurde durch ein Holzwehr nach historischem Vorbild ersetzt. Oberhalb ist ein Aussichtspunkt nach historischem Vorbild entstanden. Fünf Holzbrücken waren so beschädigt, dass sie komplett ersetzt wurden – alle Sanierungsarbeiten folgten dem historischen Vorbild in Abstimmung mit der Denkmalpflege und dem Naturschutz.

Der Küchengarten

Der Küchengarten mit einer Fläche von 1,8 ha liegt im Herzen des Schlossgartens. Er wurde nach historischem Vorbild revitalisiert. Unter Herzog Peter Friedrich Ludwig (1785 – 1829) wurden hier zahlreiche Obst und Gemüsesorten angebaut; u. a. Kartoffeln, Broccoli und Spargel. Der revitalisierte Küchengarten mit alten Obst und Gemüsesorten war eines der Highlights der vergangenen Landesgartenschau. Er bleibt den EutinerInnen und den Gästen erhalten.