Projekt Süduferpark mit historischem Bauhofareal, Torhäusern und Vogthaus

Der 6,6 ha große Süduferpark umfasst das Gelände östlich des Schlossgartens von der Opernscheune bis zur Oldenburger Landstraße im Süden und bis zum Großen Eutiner See im Norden. Während der Landesgartenschau 2016 stellte der Süduferpark mit dem Haupteingang und den Themengärten einen zentralen Bereich der Gartenschau dar.

Das früher wenig genutzte Gelände ist jetzt  ein neuer Erholungsbereich für alle Eutinerinnen und Eutiner. In diesem Areal sind neue Wege entstanden, die direkt zum See führen. Offene Wiesenbereiche und alte üppige Baumbestände bilden großzügige, grüne Freiräume zwischen den bebauten Flächen. Am Forsthof findet man Spielgeräte und Aufenthaltsmöglichkeiten.

Das historische Bauhofareal

Die Opernscheune ist bereits jetzt ein kultureller Anziehungspunkt auf dem historischen Bauhofareal. Hier sind auch die Neuen Eutiner Festspiele gGmbH ansässig. In der Nähe befindet sich die Seebühne, die die Heimat der Festspiele ist. Das touristische Angebot am Bauhof soll später durch eine Jugendherberge weiter ausgebaut werden. Der alte Baumbestand bleibt erhalten; zusätzlich sind in diesem Bereich Rosenbeete, Hecken und eine Wiesenfläche angelegt worden. Hier ist auch ein  Parkplatz entstanden, der künftig über die neue Zufahrt von der Oldenburger Landstraße angefahren wird. An der Straße wurde ergänzend  eine Allee gepflanzt.

Die Torhäuser

Den Torhäusern auf dem historischen Bauhofareal kommt eine ganz besondere Bedeutung zu. Sie sind im Integrierten Altstadtkonzept als Ort mit einem besonderen Entwicklungspotenzial eingestuft worden. Die eingetragenen Kulturdenkmale aus dem Jahre 1837 wiesen gravierende Schäden auf. Beide Gebäude sind im Laufe des Jahres 2015 denkmalgerecht  saniert worden. Zur Gartenschau haben sie die Blumenschauen beherbergt. Langfristig sollen hier Veranstaltungsräume entstehen.

Das Vogthaus

Das Vogthaus in unmittelbarer Nähe wird zum Haus der Stiftungen, genutzt als dauerhafter Sitz durch die Bürgerstiftung Eutin, Sparkassenstiftung Ostholstein und Sparkassenstiftung Eutiner Landesbibliothek. Für die Zeit  nach der Landesgartenschau soll die Vogtkate, innerhalb des Bildungsangebotes der Stiftungen, als außerschulischer Lernort dienen. Hier sollen Kinder aus dem Elementarbereich lernen und erleben, wie Menschen zu früherer Zeit lebten, pflanzten und ernteten. Das Gebäude-Ensemble aus Opernscheune, Torhäusern, Vogthaus und Jugendherberge auf dem historischen Bauhofareal  soll sich langfristig als Bildungs- und Kulturstandort etablieren.

Platz für weitere Aktivitäten

Ein neuer Spazierweg führt durch den Wiesenbereich vom Bauhofareal zum Süduferpark. Durch die Wiese zieht sich der Lindenbruchgraben. Hier bieten neu angelegte Blühstreifen Lebensraum für Schmetterlinge und Bienen. Außerdem soll ein Wohnmobilstellplatz im Bereich Oldenburger Landstraße/Jungfernort eingerichtet werden. 24 Stellplätze für Wohnmobilreisende sollen im Zuge einer Nachnutzung im vorigen Eingangsbereich zur Landesgartenschau entstehen.

Der Wanderweg führt auch am ehemaligen Forsthof entlang. In diesem Bereich entstehen nach der Gartenschau neue Baugebiete. Der Spielplatz mit Holzschaukeln und Klettergerüsten, ein Highlight zur Gartenschau, bleibt erhalten – ebenso wie die Staudenpflanzungen. Wanderer und Radfahrer werden von dem neu erschlossenen, naturnahen Gelände profitieren.

Rampen und Treppen führen am Südufer direkt zum Großen Eutiner See. In diesem Bereich findet man Staudenpflanzungen und einen Obsthain mit im Frühling üppig blühenden Apfelbäumen. Direkt am Ufer befindet sich  ein Holzdeck mit Steg. Der neue Steg ermöglicht hier den direkten Zugang zum Wasser. Der Baumbestand im Uferbereich bleibt erhalten. Der bisherige Uferweg wurde verlegt, um das Gelände neu zu gestalten. Dabei ist auch ein „Uferplatz“ mit Sitzmöglichkeiten, die einen Ausblick  auf den See rund fünf Meter oberhalb des Wasserspiegels ermöglichen, entstanden. Alle Maßnahmen sind in Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde erfolgt.