Über die Altstadt

Das heutige Eutin hat eine lebendige Altstadt und liegt landschaftlich schön zwischen den Eutiner Seen, es gibt viele historischen Backsteinbauten und das Eutiner Schloss. Darüber hinaus hat Eutin eine spannende Geschichte, über die es sich lohnt, mehr zu erfahren.

Die Stadt Eutin ist ursprünglich unter dem slawischen Namen „Utin“ im Frühmittelalter entstanden. Heute befindet sich an dieser Stelle der historische Altstadtkern mit dem nahezu rechteckigen Marktplatz. Die einstigen Grundstrukturen, Straßenzüge und Plätze sind noch gut erhalten. 1257 erhielt Eutin das Lübische Stadtrecht durch Bischof Johannes v. Diest.

Eutin während der Reformation

Im Zuge der Reformation im Jahr 1535 wurde Eutin zum evangelischen Fürstbistum und die Bischöfe zogen nach der Besetzung des Bischhofstuhls 1586 von Lübeck nach Eutin. Dort bauten sie die historische Wasserburg entsprechend der fürstlichen Vorstellungen aus.

1773 wurden die Fürstbischöfe auch zu den Herzögen von Oldenburg. Währenddessen war Eutins Ausbau zur fürstlichen Residenzstadt in vollem Gange: Besonders Anfang bis Mitte des 18. Jahrhunderts errichteten namhafte Hofbaumeister zahlreiche Gebäude und gestalteten den Schlosspark.

Eutiner Bautradition und berühmte Eutiner

Die dabei entstandene Eutiner Bautradition prägt das Stadtbild bis heute entscheidend: Viele denkmalgeschützte Bauten im historischen Stadtkern sowie das Schloss sind Zeugnisse dieser Zeit.

Auch namhafte Persönlichkeiten wie Carl Maria von Weber, Johann Heinrich Voß, Friedrich Heinrich Jacobi und Friedrich Leopold Graf zu Stolberg-Stolberg lebten um 1800 in Eutin und machten die fürstliche Residenzstadt zu einem kulturellen Treffpunkt.*

Eutin heute: Eine lebendige Stadt für Einheimische und Touristen

Heute ist der gewachsene Altstadtkern der pulsierende Mittelpunkt der Stadt Eutin. Mit einer Vielzahl an Einkaufsmöglichkeiten und einem umfangreichen Dienstleistungsangebot zieht er Menschen aus der Stadt und dem Umland an.

Auch wegen der direkten Lage am Großen Eutiner See und dem angrenzenden Schloss wird der Stadtkern von einer Vielzahl an Eutin-Touristen besucht.

Stadtentwicklung in Eutin

Bereits 1977 ließ die Stadt Eutin Vorbereitende Untersuchungen für einen Teilbereich des historischen Stadtkerns durchführen. Auf deren Grundlage wurden wichtige Sanierungsmaßnahmen in den Jahren 1985 bis 1990, aber auch in den folgenden Jahren, umgesetzt.

Mit Blick auf die Landesgartenschau 2016 waren nun erneut Vorbereitende Untersuchungen erforderlich, um auch in Übereinstimmung mit gesetzlichen Regelungen die Voraussetzungen für die Aufwertung der Altstadt zu schaffen. Als Ergebnis dieser Untersuchungen wurde ein “Altstadtkonzept” erstellt, um
aufzuzeigen, wie sich Eutin in den nächsten Jahren entwickeln soll und was die geeigneten Maßnahmen auf dem Weg dahin sind.

* Quelle: vgl. Habich, Johannes, Stadtkernatlas Schleswig-Holstein, Neumünster 1976.